Göteborg – Bergen – Alesund

Der Kattegatleden ist in Schweden relativ unregelmäßig ausgeschildert und stimmt leider mit den Karten nicht immer überein. Aber irgendwie finde ich den Weg doch immer. Ab Schweden hatte ich keinen Tag mehr Regen. In Bergen hat es über vier Wochen nicht geregnet! Die Norweger wissen gar wie man es so lange ohne Trübsinn aushält …

Die Überfahrten mit den Autofähren waren alle problemlos. Das Personal gab mir „ungefähr“ einen Standort für das Fahrrad an, ab dann ist man auf sich alleine gestellt. Die Bremsen sichere ich mit Gummizügen und mit einem Packriemen vertaue ich das Rad so, dass es nicht umfallen kann. Auf den kleinen Fähren über die Fjorde reicht es die Bremsen zu blockieren und bei ruhigem Seegang das Fahrrad etwas schräg anzulehnen (siehe Bilder).

Die Euro Velo 1 hat leider kaum etwas mit Fahrradfahren zu tun. Entweder ich schiebe einen Berg rauf, oder ich rolle einen Berg runter. Wäre ich 20 Jahre jünger und hätte 20 kg weniger Gepäck dabei würde sich daran auch nichts ändern. Allerdings sind die Abfahrten entsprechend länger und spektakulärer. Schon kurz nach Bergen gibt es auch keine Ausschilderung mehr und ist man auf einfache Straßenkarten angewiesen, in die ich die Route per Hand eintragen muss.

In Bergen kam ich ausgerechnet am Nationalfeiertag (Constitution Day) an. Alle Läden waren geschlossen und jeder hatten eine Tracht oder seinen feinsten Zwirn an. Obwohl viel los war, viel ich dennoch auf mit meinem sonnengebleichten T-Shirt, kurze Hose und sonnenverbrannter Haut … naja, hätte ich auch vorher recherchieren können.

Und manchmal habe ich einfach nur Glück: Auf einer kleinen Autofähre fragte mich der Kapitän nach Woher (Berlin) und Wohin (Nordkap bzw. Istanbul) und ich wurde kostenlos mitgenommen. Am selben Abend bekam ich das letzte Zimmer in einer Jugendherberge mit gratis Abendbrot (es war super lecker und besonders reichlich) und freie Benutzung der Waschmaschine und Trockner … YEAH. Das muss jetzt halten bis Kristiansund! In Alesund bin ich einige Tage stecken geblieben. Sehr schönes Städtchen mit einem Hafen für die Hurtigruten und großen Kreuzfahrtschiffen. Ob das Wetter so schön bleibt …?

 

You only live once. Rock it!

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Berlin – Kopenhagen

Mit dem Fahrrad von Berlin nach Kopenhagen fahren stand schon immer auf meiner Bucket List. Das es mal der Auftakt für eine so große Tour wird hätte ich nicht gedacht. Der erste Tag aus Berlin rausfahren war noch geprägt von Hektik und Konzentration auf die leider immer noch bescheidene Ausschilderung des Radweges …

In Fürstenberg war ich eingeladen von Michael Wittke in der Alten Reederei, ein Bed & Bike direkt am Radfernweg Berlin-Kopenhagen. Michael organisierte noch ein Interview mit der Gransee Zeitung (MOZ) und ich konnte ich aller Ruhe die ersten Regentage dort sehr bequem und in guter Gesellschaft abwettern. In der Alten Reederei werde ich im kommenden Jahr im Februar einen der ersten Vorträge über diese Tour halten.  Durch die Havelberge ging es weiter über Waren, Güstrow nach Rostock. Die Fähre von Rostock nach Gedser legte pünktlich ab und Dänemark empfängt mich mit viel Wind und etwas Regen. Ein kleiner Stop in einem Bed&Bike (Super große Zimmer und ganz wichtig: eine Waschmaschine!) in Praesto gab mir die Möglichkeit in Dänemark auch richtig anzukommen. Ich konnte es kaum erwarten weiter nach Kopenhagen zu fahren, dem ersten Etappenziel. Coole Stadt, lecker Essen und angenehme Menschen. Besonders gut hat mir die „Ausstellung“ von Marina Abramovic in der königlichen Bibliothek gefallen. Die Tage in Kopenhagen habe ich genutzt um die Ausrüstung zu optimieren und das Mäandern von einer Radtasche in die andere Radtasche etwas besser zu organisieren. Entlang der Küste in Richtung Norden kommt man am Louisiana Museum of Modern Art vorbei. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall. In nur 20 Minuten fuhr ich mit der Fähre von Dänemark nach Schweden. Im Hafen wurde ich und alle ankommenden Autofahrer das erste Mal seit Jahren wieder von Grenzschutz kontrolliert. Hier werde ich auf jeden Fall bis Göteborg fahren und mich dann Entscheiden wie es genau weiter geht.

 

You only live onces. Rock it!

Hallo Welt!

IRON HARD 2018

Ich beginne diesem Blog mal ganz klassisch mit der internationalen Internetbegrüßung „Hello World“ bzw. „Hallo Welt“.

Bald wirst Du hier die ersten Beiträge über das Projekt IRON HARD – Mit dem Fahrrad von Berlin über das Nordkap nach Istanbul entlang des Eisernen Vorhangs (IRON CURTAIN TRAIL) lesen können. Mitte März geht es los …